»Sebalds Bilder«. (Un)Sichtbares im Werk W. G. Sebalds

Workshop via Zoom am 26. April 2021

Anmeldung unter kontakt@sebald-gesellschaft.de

Programm:

16.00–16.20 Uhr: Begrüßung und Einführung durch Ricardo Felberbaum (Deutsche Sebald Gesellschaft) und Kay Wolfinger (LMU München)

16.20–16.40 Uhr: Wolfgang Matz (Freier Autor, München): Was machen Sebalds Bilder?

16.40–17.00 Uhr: Verena Lenzen (Universität Luzern): Farben und Motive in Sebalds Spätwerk im Blick auf die Shoah

17.00–17.20 Uhr: Diskussion der beiden Vorträge

Pause

17.40–18.00 Uhr: Thomas Honickel (München), Uwe Schütte (Aston University): Präsentation von Thomas Honickels »Curriculum Vitae. Die W.G. Sebald-Interviews«

18.00–18.20 Uhr: Ulrich von Bülow (DLA Marbach): Mehr als tausend Fotos. Über einen Neuzugang zum Nachlass von W. G. Sebald

18.20–18.40 Uhr: Katharina Rajabi (LMU München): W. G. Sebald und die Photographie als Geschichte

18.40–19.00 Uhr: Diskussion der beiden Vorträge und Abschlussdiskussion

Moderation: Teresa Geisler (TU Berlin), Anne Lorenz (Digitale Akademie Mainz)

literatur saloon

am 1. Februar 2021 am Institut für Deutsche Philologie der LMU München

Am Institut für Deutsche Philologie der LMU München öffnet der

literatur | saloon

zum ersten Mal seine Türen am

Montag, 1. Februar 2021, um 20 Uhr.

Im literatur | saloon streiten wir uns zum Thema:

Unvereinbar!
Literaturbetrieb und Germanistik, ein gescheiterter Dialog?

Wir diskutieren mit:

Felicitas von Lovenberg (Piper Verlag)

Sebastian Hammelehle (DER SPIEGEL)

Der literatur | saloon ist eine offene Veranstaltung, an der man teilnehmen und mitgestalten kann.

Falls Ihr Diskussionsfragen zum Thema habt oder Hinweise an die Gäste, so schreibt diese im Vorfeld an:

saloon@germanistik.uni-muenchen.de

Dabeisein, zuhören, nachfragen

Der Zoom-Link zur Teilnahme ist rechtzeitig hier zu finden.

#saloonfähig

Hybrider Workshop »Geister sehen. Literatur, Medien und Theorie«

am 23. März 2021 im Center for Advanced Studies der LMU München

Auf der Basis einer gemeinsamen Textauswahl soll die Figur des »Geistersehers« reflektiert und bezogen auf das visuelle Moment des Geister-Sehens auf ihren theoretischen Gehalt hin analysiert werden. Dem liegt die Frage zugrunde, inwiefern diese Figuration geeignet ist, den ihr eingeschriebenen binären Code aus Verborgenheit und Sichtbarkeit neu lesbar zu machen. Welche Funktion erfüllt dieses Vexierbild in der Literatur der Moderne, der theoretischen Entwicklung oder der Kulturwissenschaft?

Programm und Teilnahme nur auf persönliche Einladung.

Tagung »Nebelflecken und das Unbeobachtete. Neue Forschungsansätze zum Werk von W. G. Sebald«

am 4./5. Juni 2021 in Sonthofen

Nach der Gründung der Deutschen Sebald Gesellschaft und im Zusammenhang mit der Verleihung des W.-G.-Sebald-Literaturpreises zum Thema „Erinnerung und Gedächtnis“ an die Schriftstellerin Esther Kinsky findet 2021, im 20. Todesjahr von W. G. Sebald, in Sonthofen eine internationale Fachtagung zum Werk Sebalds statt.

Ziel ist es, neue Perspektiven der Forschung zu entwickeln und auch auf abseitige Themen zu blicken, die bisher nicht so häufig im Fokus der Sebald-Forschung standen. Besonders interessieren werden uns deshalb die Rezeption Sebalds beim Lesepublikum, in der Literaturwissenschaft und im Literaturbetrieb, Sebald und die Folgen und Debatten, die er bis heute auslöst. Insgesamt sollen Sebalds literarische und literaturwissenschaftliche Folgewirkung und die Frage, wie er zwei Jahrzehnte nach seinem Tod neu oder gegen den Strich gelesen werden kann, im Mittelpunkt stehen.

Programm und Liste der Teilnehmenden ab Frühjahr 2021.

Lesung und Vortrag »Das magische Allgäu. Worüber schrieb der Schriftsteller W. G. Sebald?«

am 5. September 2020, 18:00 Uhr, in der Stadthausgalerie Sonthofen

Der Vortrag im Rahmen des Sonthofer Kreativsommers stellt den Autor W. G. Sebald und dessen Werk vor. Wieso schrieb Sebald Weltliteratur über das Allgäu? Welche Rolle spielt Sonthofen in seinen Büchern? Was sind die Themen dieses Autors, der eindrucksvoll bewiesen hat, welche hohe Faszinationskraft Literatur erzeugen kann?

Vorgestellt werden Sebalds Gedichte, Sebalds Erzählungen und seine großen Werke wie »Die Ringe des Saturn«. Der Vortrag gibt ein Rüstzeug an die Hand, wie mit Sebald begonnen werden kann, und liefert eine Anleitung zur Lektüre.

Gespräch mit Peter Braun über sein Buch »Ilse Schneider-Lengyel: Fotografin, Ethnologin, Dichterin. Ein Porträt«

am 17. April 2020, 19:30 Uhr, in der Stadtbibliothek Füssen [pandemiebedingt ausgefallen]

Im September 1947 trafen sich am Bannwaldsee bei Füssen junge Schriftsteller und Publizisten, die schnell als „Gruppe 47“ bekannt wurden. Ilse Schneider-Lengyel stellte dafür ihr Haus zur Verfügung. Ihre künstlerischen Arbeiten jedoch, die sie auf dem Treffen zur Diskussion stellte, wurden zu Unrecht verschwiegen. Denn Ilse Schneider-Lengyel gehörte zu jenen Frauen, die in den 1920er Jahren in die Moderne aufgebrochen waren: Sie erlernte die Fotografie, studierte Ethnologie und Kunstgeschichte, verkehrte in den Kreisen des Bauhauses und veröffentlichte 1934 ihren ersten Bildband über die Maskenkunst indigener Kulturen.

Im Pariser Exil begann sie unter dem Einfluss der abstrakten Malerei und des Surrealismus auch literarisch zu schreiben. Trotz guter Verbindungen zur „Gruppe 47“, zu der sie bis Anfang der 1960er Jahre Kontakt hielt, konnte sie jedoch einen Großteil ihrer Texte nicht veröffentlichen.

Auf Grundlage des erst spät entdeckten Nachlasses zeichnet Peter Braun ein Porträt der Künstlerin und ihres aufregenden, noch zu entdeckenden Werkes. Mit Hilfe einer Vielzahl von Dokumenten und Quellen erzählt er ihre verschiedenen Lebensstationen und erschließt die unterschiedlichen Kunstströmungen, in denen sich Ilse Schneider-Lengyel bewegte.

Dr. Peter Braun ist Germanist und Medienwissenschaftler und leitet das Schreibzentrum an der Friedrich-Schiller-Universität, Jena. Er studierte deutsche Literaturwissenschaft, Ethnologie und Kunstgeschichte in Hamburg.

Moderiert wird das literarische Gespräch von Kay Wolfinger.

Zum Veranstaltungsflyer der Stadtbibliothek Füssen.

»Rauken und das Allgäu«. Moderation einer Lesung mit Claire Beyer

am 3. April 2020, 19:30 Uhr, im Literaturhaus Allgäu, Immenstadt [pandemiebedingt ausgefallen]

Claire Beyer, 1947 in Blaichach/Allgäu geboren, lebt in Markgröningen bei Ludwigsburg. Sie hat ein Musical über Camille Claudel verfasst und Erzählungen, Kurzprosa und Gedichte in verschiedenen Anthologien sowie einen Band mit Lyrik veröffentlicht. Nach ihrem überaus erfolgreichen Prosadebüt »Rauken« (FVA 2000) erschienen der Erzählungsband »Rosenhain« sowie die Romane »Remis«, »Rohlinge« und zuletzt »Refugium«. – Nach einer Analyse ihres Werkes bei einer Sonthofer Tagung zur Allgäuer Literatur (November 2018) ist sie zum ersten Mal mit einer Autorinnenlesung zu Gast in ihrer ehemaligen Heimat.

Zum Buch
Deutschland zu Beginn der 50er Jahre: Das Mädchen Vroni, zu Beginn der Geschichte sechs Jahre alt, wächst in einer Großfamilie im Allgäu auf, die vom Großvater mit harter Hand regiert wird. Vroni ist den familiären Machtverhältnissen hilflos ausgeliefert. Insbesondere leidet sie unter den unkontrollierten Wutausbrüchen ihres Vaters, der als Kriegsversehrter eine vom Großvater ganz und gar abhängige Existenz führt. Niemand hat den Mut oder die Position, Vroni beizustehen, auch die Mutter nicht. Aber da gibt es Pierre, den Sohn der jüdischen Fabrikantenfamilie im Dorf, die nach Kriegsende aus dem Osten kam, um die geerbte Fabrik zu übernehmen. Pierre spielt Klavier wie Mozart, er »ist« Mozart, ihr Held, der ihr mit seiner Kunst eine Gegenwelt zu den bedrückenden und grausamen Verhältnissen in ihrem Zuhause eröffnet. Mit diesem Jungen, körperlich ein Krüppel, zu dem ihr der Kontakt strengstens untersagt ist, verbindet sie eine zärtliche Freundschaft. Doch als durch Intrigen der Dorfbewohner der Konkurs der Fabrik herbeigeführt und Pierres Familie vertrieben wird, bricht für Vroni eine Welt zusammen. (Frankfurter Verlagsanstalt)