Lehrveranstaltungen

Die folgenden Angaben beziehen sich auf das Wintersemester 2021/22. Hinweise zu vergangenen Lehrveranstaltungen finden Sie im Archiv.

Proseminar »E. T. A. Hoffmann und die Epoche der Romantik«

Das Werk E. T. A. Hoffmanns ist weltbekannt und gehört fest zum Kanon der deutschsprachigen Literatur. Den Studierenden wird Hoffmann und zudem die Romantik mit all ihren Epochenmerkmalen schon in der Schule begegnet sein. Dieser Ausgangslage wird sich dieses Seminar stellen, indem es noch einmal grundlegend in Leben und Schaffen E. T. A. Hoffmanns einführen wird, dabei aber auch das romantische Zeitalter in seiner Faszinationskraft und seinem Verhängnis reflektieren möchte.

Nicht zuletzt sollen die studentischen Lektüren dazu beitragen, das bestehende Eigeninteresse mit dem Seminarthema stärker zu verknüpfen und die Hoffmann’sche Motivik und Erzählweise in ihrer Aktualität bis hin zum Auftauchen von Phantomen, Doppelgängern und Vampiren in zeitgenössischen Medienbeispielen beobachtbar zu machen.

Stefan Matuschek schreibt in seinem 2021 erschienenen Buch Der gedichtete Himmel: „Das Wunderbare und Märchenhafte ist […] keine gespielte Naivität, kein Rückfall in ein unaufgeklärtes Bewusstsein und auch keine gegenaufklärerische Verzauberung der Welt. Es ist vielmehr ein strategisches Element, um den ‚common sense‘ zu irritieren.“ Dieses Diktum sei auch uns Leitlinie für das Seminar.

Lektürekurs »Dadaismus. Epoche, Gattung oder Praxis?«

Gerade beim Schlagwort „Dadaismus“ mag man sich ganz besonders fragen, was diese seltsame literarisch-künstlerische Eigenbezeichnung eigentlich ist: Eine tatsächliche Strömung, zu der Werke von Hans Arp, Emmy Hennings, Tristan Tzara und Hugo Ball gehören? Eine Gattung, welche mit bestimmten textuellen Markern eine Gruppenzugehörigkeit behauptet des Absurden, Spielerischen, Kindischen? Oder eine Praxis, die sich hauptsächlich durch die Performanz auszeichnet, durch die Behauptung, ausgehend vom Tun dadaistisch zu wirken?

Wir schauen uns im Lektürekurs die wichtigsten Akteure und Ansätze zum Dadaismus an und reagieren auch flexibel auf die Interessen und Vorschläge der Studierenden.