Lesung von Nelio Biedermann, «Lázár»

im Tukan-Kreis in München am 30. Oktober 2025

Nelio Biedermann liest aus seinem Roman «Lázár» (Rowohlt Verlag, 2025) und spricht darüber mit Moderator Kay Wolfinger im Tukan-Kreis in der Münchner Seidlvilla (30. Oktober 2025, 19:30 Uhr).

Hinweis: Die Veranstaltung ist ausverkauft.

«Lázár» erscheint in mehr als zwanzig Ländern.

Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als ob er dessen Geheimnis ahnte. Mit Lajos’ Geburt im Waldschloss bricht auch das 20. Jahrhundert an, das das alte Leben der Barone Lázár im südlichen Ungarn für immer verändern wird. Der Untergang des Habsburgerreichs berührt erst nur ihre Traditionen, aber alle spüren das Beben der Zeit, die schöne Mária ebenso wie der geisterhafte Onkel Imre. Als Lajos in den zwanziger Jahren sein Erbe antritt, scheint der alte Glanz noch einmal aufzublühen. Doch die Kinder Eva und Pista – der das Dunkle so liebt – müssen erleben, wie totalitäre Zeiten ihre wuchtigen Schatten werfen – und lernen, gegen sie zu bestehen.
Ein Roman wie eine Welt, die überwältigende Saga einer Familie, getrieben von der Liebe und der Sehnsucht nach ihr, in den Strudeln des 20. Jahrhunderts. Fesselnd und berührend, zugleich voller Leichtigkeit, voller Träume und Geheimnisse, in denen sich die ganze Tragik und Schönheit der Existenz spiegelt. Und – ob angesichts historischer Katastrophen oder schöner Sommertage – die ewige Frage, wie man leben soll.

Weitere Informationen auf der Webseite des Verlags.

Gespräch mit Anja Scheifinger

Von Ihrer Seite als Moderatorin aus: Können Sie ganz kurz in einem Rückblick sagen, wie Sie selbst zum Format „Eins zu Eins. Der Talk“ gekommen sind?

Anja Scheifinger: Also ich bin von meinem Chef gefragt worden gleich am Anfang, als es klar war, dass das frühere Radioformat „Radiomax“ ein Ende hat und dass es stattdessen „Eins zu Eins. Der Talk“ geben soll. Das müsste vielleicht ungefähr 2003 gewesen sein. Und dann bin ich einfach gefragt worden, ob ich da zunächst einmal in der Redaktion mitmachen möchte; also im Rahmen dessen Gäste zu suchen, einzelne Aufzeichnungen zu betreuen und so weiter. Dazu habe ich ja gesagt und das dann eben gemacht.

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Gespräch mit Laury Reichart

Es geht mir zunächst um die Rahmenbedingungen. Könnten Sie mir noch einmal kurz erklären, wie zum Beispiel die Auswahl der Gäste bei „Eins zu Eins. Der Talk“ funktioniert, insbesondere bezüglich der Schriftsteller*innen, die eingeladen werden?

Laury Reichart: Grundsätzlich funktioniert die Auswahl der Gäste so, dass wir uns alle miteinander, also das Redaktionsteam, wöchentlich in einer längeren, ausführlichen Sitzung zusammenspannen und da eine Mischung aus unterschiedlichen Arten von Vorschlägen durchgehen. Es gibt einmal die Vorschläge, die wir einfach ganz persönlich machen im Sinne von: Ich bin da über etwas gestolpert, ich habe da etwas Spannendes gelesen, ich habe mich mit einer interessanten Person unterhalten, ich habe einen Tipp bekommen – das kann alles Mögliche sein. Das ist sozusagen die Komponente von Gästen, die wir gerne oft bei uns in der Sendung haben, was nicht so über die offiziellen Kanäle und Newsletter und Veröffentlichungslisten und so weiter läuft, sondern das ist dieser persönliche Moment, die persönliche Recherche, die man ganz schwer professionalisieren kann, denn da bekommt man nun einmal keine E-Mails, sondern muss mit offenen Augen durch die Welt gehen.

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Stunde der Literatur mit Matthias Politycki

am 27. September 2025 im Sonnenalp Resort, Ofterschwang

In einer neuen Literaturreihe des Sonnenalp Resorts lädt Kay Wolfinger Autorinnen und autoren zu Gesprächen über ihre eigenen Werke sowie über jene Werke ein, die ihnen von anderen Autorinnen und Autoren besonders am Herzen liegen. Wir freuen uns mit Matthias Politycki den Auftakt machen zu dürfen.

Teilnahme nur für Gäste des Hotels oder nach persönlicher Einladung möglich.

Vorträge zu Alina Bronsky und F.W. Murnau

in Graz und Bamberg am 22. und 24. Juli 2025

Okkulte Krisen – Murnaus Nosferatu im dunklen Licht Saturns

am Dienstag, 22. Juli 2025, 13.30 Uhr im Rahmen der Sektion „Literatur auf der Kinoleinwand zu Krisenzeiten“ des XV. Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik, Graz

Die Care-Seite des Populären. Alina Bronskys Pflegesituationen

am Donnerstag, 24. Juli 2025, 11.00 Uhr beim Kolloquium zur Bamberger Poetikprofessur 2025: Alina Bronsky, Internationales Künstlerhaus Villa Concordia, Bamberg

Simon Strauß: Neoromantik

Münchner Poetikvorlesung an der Ludwig-Maximilians-Universität im Juli 2025

Im Juli 2025 wird Simon Strauß, Journalist der F.A.Z. und Autor mehrerer produktiv diskutierter literarischer Bücher, mit seiner Vorlesungsreihe über Neoromantik – Vom literarischen Wert einer alt-neuen Sehnsucht einen Einblick geben in seine aktuellen Arbeitszusammenhänge.

Er spricht am 2. Juli um 18 Uhr im Veranstaltungsraum des Philologicums (Ludwigstraße 25, 80539 München) über „Schreiben & Prägung“. Am 9. Juli geht es um „Schreiben & Empfindung“, am 16. Juli um „Schreiben & Gemeinschaft“.

Prof. Dr. Carlos Spoerhase, Prof. Dr. Erika Thomalla und Prof. Dr. Frieder von Ammon führen jeweils in die drei Abende ein.

Verleihung des W.-G.-Sebald-Literaturpreises an Lena Schätte

am 27. Juni 2025, 18 Uhr, im AllgäuSternHotel Sonthofen

Der W.-G.-Sebald-Literaturpreis, der zum dritten Mal von der Deutschen Sebald Gesellschaft in Verbindung mit den Städten Kempten (Allgäu) und Sonthofen vergeben wurde, geht an die Schriftstellerin Lena Schätte.

Dies entschied eine fünfköpfige Jury, welcher Hans Jürgen Balmes (S. Fischer Verlag), Heike Gfrereis (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Sebastian Guggolz (Guggolz Verlag), Helmut Neundlinger (Archiv der Zeitgenossen Krems) und Friederike Reents (Katholische Universität Eichstätt) angehörten. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Am Freitag, den 27. Juni 2025, um 18 Uhr wird der Schriftstellerin Lena Schätte der W.-G.-Sebald-Literaturpreis verliehen, wie immer im AllgäuSternHotel Sonthofen. Außerdem stellt die Autorin ihr im Frühjahr 2025 erschienenes Buch Das Schwarz an den Händen meines Vaters vor, in das der Siegertext Schnapstage eingeflossen ist. Der österreichische Literaturwissenschaftler Helmut Neundlinger wird die Laudatio halten.