Lehrveranstaltungen

Hier finden Sie Informationen zu meinen aktuellen Lehrveranstaltungen an der LMU München im Sommersemester 2018. Hinweise auf vergangene Lehrveranstaltungen finden Sie im Archiv.

Proseminar „Geisterseher. Von Schiller bis zur Gegenwart“

Vor allem durch Friedrich Schillers gleichnamiges Romanfragment ist der Terminus des „Geistersehers“ vorgeprägt. Diesen Text wird sich das Seminar zum Ausgangspunkt und zur Grundlage nehmen, um eine Interpretationsfolie zum Topos des Geistersehers, der Geisterseherei, der Jenseitskontakte etc. zu entwickeln, nach der Theoriefigur des Geistersehers in der Tradition der Kulturgeschichte zu fahnden und ihn in Film- und Schrifttexten des 19. und 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart zu interpretieren.
Dabei reicht unsere analytische Spannweite vom Schauerroman zu Ekstatikerinnen, Okkultisten und den ersten Séance-Sitzungen. Auch die eigenen Interessen der Studierenden, was Filme, Romane und Serien betrifft, werden abgebildet werden. Ziel ist die Entwicklung von Ansätzen einer okkultistischen Medienkulturwissenschaft. Dabei folgen wir stets dem Blavatsky’schen Diktum, die Isis zu entschleiern, um anschließend doch einer Wiederverzauberung in die Welt zu helfen.
Zu den ersten Sitzungen lesen die Teilnehmenden bitte: Friedrich Schiller: Der Geisterseher (Ausgabe: Reclams Universal-Bibliothek).

Lektürekurs „Literatur-Feste“

Lektürekurs zum Hauptseminar „Kulturtheorien des Fests“ (Prof. Dr. Stephan Kammer) im Masterstudiengang Film- und Medienkultur-Forschung.
„Der Krieg ist ein Fest“, hieß es einmal. Unter diesem Diktum möchte der Lektürekurs der Spur des Festes folgen, es variieren (Das Fest ist ein Krieg.) und sein Programm mit Martin Mosebachs Roman „Das Blutbuchenfest“ beginnen.
In den folgenden Blocksitzungen beschäftigen wir uns mit Erzähltexten und Filmtexten, welche die Darstellung von Festen und Festlichkeit zum Thema haben und dadurch einen Rückschlageffekt einerseits auf den Rezipienten, andererseits auf das Medium selbst zur Folge haben. Gerade die Interessen der Studierenden, die für einen medienkulturwissenschaftlichen Zugang zu den Medien / Theorien / Kulturen des Festes, des Gelages, des Exzesses, der Feierlichkeit produktiv genutzt werden können, mögen ins Lektüreprogramm eingebracht werden.
Zur ersten Blocksitzung lesen die Teilnehmenden bitte: Martin Mosebach: Das Blutbuchenfest (dtv-Taschenbuch).