Erzählen nach David Lynch. Ein literarisches Zeichenmodell

Proseminar, Sommersemester 2017

2017 ist das Jahr des David Lynch: Wir werden den Gestalten der legendären Serie Twin Peaks erneut begegnen, wie Laura Palmer schon 1991 ein Wiedersehen nach 25 Jahren ankündigte.
Dieses Jahr, aber generell natürlich die Komplexität und diskursbestimmende Kraft von David Lynchs Werk wird das Seminar zum Anlass nehmen, um anhand des Ausgangspunkts „David Lynch“ in die Schule der Interpretation zurückzukehren. Die filmischen Analysen sind nur Einstieg in ein semiotisches Zeichenmodell, welches zeigen wird, wie deutschsprachige Literatur nach David Lynch (sowohl temporal als auch kausal verstanden) über den binären Code Verständlichkeit / Unverständlichkeit bzw. Sinnerzeugung / Opazität zu deuten ist und Lynch adaptiert.
Themen des Seminars sind unter anderem das Wechselverhältnis von Film und Schrifttext, Literaturverfilmungen generell und die Deutungsprovokation in Unterhaltungsromanen. Dabei achten wir immer auf das Diktum: „Die Eulen sind nicht, was sie scheinen.“

Als Lektüre für die erste Sitzung lesen Sie bitte in den Semesterferien:
Helmut Krausser: UC (Ultrachronos), Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag 2003 u.a.