Verheißung und Fluch. Tendenzen der Gegenwartsliteratur

Proseminar, Sommersemester 2016

Als ob es nicht Wagnis genug wäre, Literatur zu interpretieren, ist es doch ein besonderes Wagnis, sich mit Gegenwartsliteratur zu beschäftigen. Ständig verändert sie sich und schlägt dem Interpreten die Werkzeuge wieder aus der Hand. Aber warum ist das so? Und warum stellt die Gegenwartsliteratur uns literaturtheoretisch vor besondere Probleme? Immerhin ist Gegenwartsliteratur für viele Studierende Einstieg in die Faszination des Fachs und macht einen großen Anteil des Literaturmarktes aus.
Wir wollen im Seminar ein ganzes Panoptikum aus aktueller Gegenwartsliteratur analysieren und versuchen, ob wir gemeinsam Strömungen, Themenflüsse und Konstellationen entdecken können. Wir werden den Blick auch auf die wichtigsten Literaturpreise, Verlage und Schriftstellerdebatten richten.

Bis zur ersten Sitzung ist verpflichtend:
Oliver Jahraus: Die Gegenwartsliteratur als Gegenstand der Literaturwissenschaft und die Gegenwärtigkeit der Literatur, http://www.medienobservationen.lmu.de/artikel/allgemein/allgemein_pdf/jahraus_gegenwartsliteratur.pdf
Sandro Zanetti: Welche Gegenwart? Welche Literatur? Welche Wissenschaft? Zum Verhältnis von Literaturwissenschaft und Gegenwartsliteratur, http://www.schreibszenen.net/zanetti-open/sz-welche-gegenwart.pdf

Lektüre in den ersten Sitzungen ist:
Clemens J. Setz: Indigo. Roman, Berlin: Suhrkamp Taschenbuch 2013.